TI CEO-Podcast · Folge 39

Wenn KI nicht nur hilft, sondern mitarbeitet

Christoph Standl ·

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1 Minute in Kürze

Christoph Standl spricht in dieser Folge darüber, dass künstliche Intelligenz nicht mehr nur unterstützt, sondern zunehmend eigenständig Aufgaben übernimmt. Er erklärt, dass sich Software vom reinen Werkzeug zu handelnden KI-Agenten entwickle, die Aufgaben bearbeiten, dokumentieren und weitere Schritte anstoßen. Künftig könnten viele spezialisierte Agenten mit Menschen und untereinander zusammenarbeiten. Er berichtet, dass Tourismus Interaktiv im vergangenen Geschäftsjahr viel in Strukturen, Prozesse, das Company Brain und ein Aufgabenregister investiert habe, um agentisches Arbeiten im Alltag zu verankern. Entscheidend sei nicht die beste KI, sondern wie Menschen und Agenten sinnvoll zusammenarbeiten, wer welche Aufgaben übernimmt, wie Übergaben funktionieren und wie Komplexität sinkt statt steigt. Dieses Wissen entstehe nur durch Ausprobieren. Unternehmen, die früh beginnen, hätten langfristig einen Vorteil. Auch seine Rolle als CEO verändere sich: Routineaufgaben sollen an Systeme übergehen, damit Menschen sich auf Kunden, Ideen, Entscheidungen und Beziehungen konzentrieren. KI sei nicht einfach ein weiteres Werkzeug, sondern der Beginn einer grundlegenden Neuorganisation der Arbeit.

Beschreibung

Ich glaube, dass wir gerade eine der größten Veränderungen unserer Arbeitswelt erleben. Nicht deshalb, weil künstliche Intelligenz Texte schreiben, Bilder erstellen oder Fragen beantworten kann. Sondern weil KI zunehmend beginnt, Arbeit zu übernehmen. Mit dem agentischen Arbeiten verändert sich damit auch die Organisation von Unternehmen. Künftig können spezialisierte KI-Agenten Routineaufgaben übernehmen, Vorgänge begleiten und mit Menschen und anderen Systemen zusammenarbeiten. Bei Tourismus Interaktiv haben wir in diesem Geschäftsjahr intensiv daran gearbeitet, die Grundlage dafür zu schaffen: mit neuen Strukturen und Prozessen, unserem Company Brain, einem zentralen Aufgabenregister und dem zunehmenden Einsatz von KI-Agenten. Für mich wird deshalb eine der entscheidenden Fragen der nächsten Jahre sein: Wie organisiert man ein Unternehmen, in dem Menschen und KI-Agenten gemeinsam arbeiten? Unternehmen, die sich 2026, 2027 und 2028 intensiv damit beschäftigen, können früh wertvolle Erfahrung mit dieser neuen Form der Arbeit sammeln. Denn die Technologie ist nur ein Teil davon – genauso wichtig ist zu lernen, wie man Arbeit damit neu organisiert. Vielleicht werden wir irgendwann zurückblicken und feststellen: KI war nicht einfach das nächste Software-Werkzeug. KI war der Moment, in dem wir begonnen haben, Arbeit grundsätzlich neu zu organisieren. Und denk daran: Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen täglichen Schritten.

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