TI CEO-Podcast · Folge 22

Was ich von unseren Kunden gelernt habe

Christoph Standl ·

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1 Minute in Kürze

Christoph Standl spricht in dieser Folge seines CEO-Tagebuchs darüber, was er von den Kunden gelernt hat. Als Technologieunternehmen sei die Versuchung groß, zuerst an das technisch Machbare zu denken – was kann man programmieren, was automatisieren, was kann KI heute? Die eigentlich wichtige Frage laute aber: Welches Problem lösen wir damit für unsere Kunden und am Ende für den Gast? Viele Entwicklungen bei Tourismus Interaktiv seien deshalb nicht am Schreibtisch entstanden, sondern aus Gesprächen mit Tourismusregionen, Gemeinden, Städten, Hotels und Sehenswürdigkeiten. Ein Kunde brauche Informationen auch dann, wenn das Tourismusbüro geschlossen hat; ein Hotel wolle Informationen direkt vor dem Haus anbieten; ein anderer wolle Inhalte einfach und zentral verwalten – und irgendwann zeige sich: Das sind keine Einzelwünsche, dahinter steckt ein grundsätzliches Bedürfnis. Die Aufgabe sei, zuzuhören, das tatsächliche Problem zu verstehen und eine Lösung zu entwickeln, die auch vielen anderen Kunden hilft – Individualität und Standardisierung müssten keine Gegensätze sein. Ein Gast in Hallstatt habe andere Bedürfnisse als ein Gast auf Usedom, und trotzdem wiederhole sich vieles: aktuelle Informationen, zuverlässige Systeme, einfache Verwaltung. Zugleich reiche Technologie allein nicht – ein kompliziertes Produkt, das im Alltag kein reales Problem löst, bringe wenig. Obwohl sich seine Rolle als CEO stark verändere und er mehr Verantwortung abgebe, wolle er eines nicht verlieren: den direkten Kontakt zum Markt. Denn hinter einem Satz wie „Eigentlich bräuchten wir noch …“ stecke oft schon die nächste Produktidee. Gute Unternehmen redeten nicht nur mit ihren Kunden, sie lernten von ihnen. Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen täglichen Schritten.

Beschreibung

Nach rund zwölf Jahren Unternehmertum habe ich eine wichtige Lektion gelernt: Gute Unternehmen reden nicht nur mit ihren Kunden. Sie lernen von ihnen. In dieser Folge meines CEO-Tagebuchs geht es darum, warum viele gute Produktideen nicht am Schreibtisch entstehen, sondern im direkten Austausch mit Kunden. Bei Tourismus Interaktiv arbeiten wir mit Tourismusregionen, Gemeinden, Städten, Hotels und Sehenswürdigkeiten zusammen. Dabei tauchen immer wieder konkrete Anforderungen auf. Und manchmal steckt hinter einem einfachen Satz wie „Eigentlich bräuchten wir noch …“ bereits die nächste Produktidee. Für mich besteht die Herausforderung darin, zuzuhören, das tatsächliche Problem zu verstehen und daraus Lösungen zu entwickeln, die nicht nur einem einzelnen Kunden helfen, sondern möglichst auch skalierbar sind. Gleichzeitig reicht Technologie alleine nicht. Ein technisch hervorragendes Produkt bringt wenig, wenn es kompliziert ist oder im täglichen Betrieb kein reales Problem löst. Deshalb möchte ich auch als CEO eines nicht verlieren: den direkten Kontakt zum Markt und zu unseren Kunden. Denn Zukunft entsteht für mich aus beidem: Aus dem Zuhören, was Menschen heute brauchen – und aus dem Vorausdenken, was sie morgen brauchen könnten. Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen täglichen Schritten.

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