TI CEO-Podcast · Folge 49

Warum mit 45 vielleicht die spannendsten Jahre beginnen

Christoph Standl ·

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1 Minute in Kürze

Christoph Standl spricht in dieser Folge über seinen 45. Geburtstag und darüber, was mehr als zwanzig Jahre Unternehmertum für ihn bedeuten. Er erzählt, dass Tourismus Interaktiv seit zwölf Jahren besteht und es immer wieder Stimmen gab, die gefragt hätten, warum das Unternehmen nicht größer oder schneller gewachsen sei. Er betont, dass er Kritik ernst nehme, sich aber nicht von den Erwartungen anderer leiten lasse, da man als Unternehmer vieles sehe, was von außen nicht sichtbar sei, etwa aufgebautes Wissen, Beziehungen und Erfahrungen. Standl erklärt, dieser Weg sei auch mit persönlichem Verzicht verbunden gewesen, er möchte diese Zeit aber nicht missen. In der Kombination aus langjähriger Erfahrung und neuen Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz sieht er große Chancen, da sich beides gegenseitig verstärke. Auch Kapital bleibe wichtig, sei aber ein Werkzeug, um unternehmerische Visionen umzusetzen. Mit mehr Geduld und größeren Zielen als früher ist er überzeugt, dass seine erfolgreichsten unternehmerischen Jahre möglicherweise erst noch bevorstehen, und ruft dazu auf, trotz Gegenwind dem eigenen Weg treu zu bleiben.

Beschreibung

Heute werde ich 45 Jahre alt – und statt nur zurückzublicken, beschäftigt mich vor allem die Frage, was noch vor mir liegt. Mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und zwölf Jahre Unternehmertum haben mir gezeigt, dass Erfolg nicht immer dem Zeitplan folgt, den man selbst oder andere erwarten. Es gab Gegenwind, Zweifel und auch die Empfehlung, irgendwann einfach aufzuhören. Gleichzeitig waren diese Jahre eine Investition in Erfahrung, Wissen, Beziehungen und unternehmerisches Urteilsvermögen. Gerade jetzt finde ich die Kombination besonders spannend: 20 oder 25 Jahre Erfahrung treffen auf völlig neue Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz, Agenten und Automatisierung. Vielleicht liegen die erfolgreichsten Jahre eines Unternehmers deshalb gar nicht unbedingt zwischen 25 und 35 – sondern vielleicht zwischen 45 und 50 oder sogar zwischen 50 und 60. In dieser Folge geht es aber auch um den Preis des Unternehmertums, um Kapital als Teil eines langfristigen Unternehmensaufbaus und vor allem um die Frage, wie sehr man sich von den Erwartungen anderer beeinflussen lassen sollte. Mein persönlicher Gedanke mit 45: Eine Vision darf hinterfragt werden. Der Weg darf sich verändern. Aber man sollte ein Ziel nicht bei jedem Gegenwind aufgeben. Manchmal muss man ganz bewusst seinen eigenen Weg gehen. Vielleicht liegen meine erfolgreichsten unternehmerischen Jahre noch vor mir. Ob das tatsächlich so kommt, weiß ich nicht – aber ich habe große Lust darauf, es herauszufinden. Und denkt daran: Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen täglichen Schritten.

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